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    Die Fürstentümer || Der blutende Krieger und die Schlacht der Bauernfurt

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    Murky
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    Die Fürstentümer || Der blutende Krieger und die Schlacht der Bauernfurt

    Beitrag von Murky am Di Nov 28, 2017 3:03 am





    "Nicht unsere Fürsten haben uns gerettet, nicht die holden Ritter und die edlen Könige, die weisen Magier, die sturen Zwerge oder die reichen Gnome. Nein, ein einfacher Mann hat uns gezeigt, dass für die Rettung Midheims ein einzelner Bauer größer sein kann als alle Könige und Fürsten der Menschen zusammen!" - Volkmar Siebenfing, Befehlshaber der Waffenknechte der 4. Midheimschen Rettungsarmee



    Als der Blutzug der Orks einst Midheim in den Krieg stürzte fanden besonders von den Menschen der freien Fürstentümer viele den Tod. Der Ansturm der Orks schien nahezu unaufhaltbar, bis man sie schließlich an den Ufern von Midstrom und Rhaig stoppen konnte. Eine Schlacht hatte dabei besondere Bedeutung, auch wenn sie nicht besonders groß war. Eine Furt(ehemals als Fürstenfurt bekannt), die auch noch heute über den Midstrom führt und die zwischen zwei 20 Meter hohen Klippen liegt durch die der Midstrom seine Bahnen zieht war für die Orks von besonderer Bedeutung. Diese Furt lag weder im Einzugsgebiet der Zwerge noch der größeren Menschenkönigreiche und so blieb nur eine bereits stark geschwächte Truppe aus Waffenknechten aus Fürstentümern, die bereits gefallen waren. Die Waffenknechte der Truppe, etwa 500 an der Zahl, waren ehemalige Bauern die alles verloren hatten außer ihre Familien, die sie versuchten in sicheres Gebiet zu bringen. Doch an jenem Tag waren sie vor eine Wahl gestellt. Mit ihren Familien weiter zu fliehen und so die Furt den Orks überlassen und diesen damit einen Weg über den Midstrom zu bieten oder standhaft zu kämpfen, in der Hoffnung das die 4. Midheimsche Rettungsarmee (bestehend aus 5000 Zwergensoldaten der Schwarzbärte, 1000 Tharwaltischen Lanzen, 8000 Waffenknechten aus Enderal und den Fürstentümern, 500 Gnomensöldnern und 500 Schwanenrittern) die einen Tagesmarsch entfernt war,  rechtzeitig eintreffen würde.

    An diesem Tag entschieden sich 500 Bauern dazu sich einer etwa 30000 Ork starken Streitmacht entgegenzustellen um Midheim zu retten. Die Furt ist auch heute n och nur durch einen schmalen Pass zugänglich, der durch die beiden Klippenverläufe führt. Die Orks wussten, wie es um die Verteidiger bestellt war, jedoch entbrannte ein Streit zwischen den führenden Häuptlingen der Kriegstruppe. Man konnte sich nicht entscheiden, ob man sie schnell angreifen und überrennen sollte oder ob man sie langsam und kontrolliert überrollen sollte um die Truppen beieinander zu halten und das Ausbrechen von Bluträuschen zu verhindern. Als nach mehreren Stunden der Beleidigungen und dem Tod von 100 Orkkriegern die für den Willen ihrer Häuptlinge gegeneinander in Ehrenduellen gekämpft hatten um eine faire Entscheidung herbeizuführen noch immer keine Einigung in Sicht war, da die Ehrenduelle insgesamt unentschieden geendet hatten, griffen einzelne Orktrupps den Pass auf eigene Faust an.

    Es ist aus historischer Sicht kaum zu erklären wie die Bauerntruppe alleine diese Angriffe abwehren konnte, es wird vermutet das sie die zusätzliche Zeit genutzt hatten um den Pass weiter mit Felsen zu versperren und Fallen zu bauen. Die ersten Orktrupps stürmten also in den Pass und bekamen die Furt nicht ein mal zu Gesicht. Als die restlichen Orks mitbekamen das ihre Kameraden bereits im Kampf waren konnten die Taktiker unter den Häuptlingen das Unausweichliche nicht mehr stoppen: die Orkarmee begann Stamm für Stamm unkontrolliert und ohne Plan den Pass zu erstürmen, wo mehr Orks durch von den Bauern ausgelöste Felsrutsche als durch Klingen starben. Im Pass selber brach ein Chaotischer Kampf aus, bei dem sich immer nur etwa 5 Mann gegenüberstanden. Dies spielte den Bauern zwar in die Hände, doch ihre Kampffähigkeiten waren denen ihrer Gegner so weit unterlegen, dass die sehr schnell in die Furt getrieben wurden. Doch ihren Zweck hatten sie erfüllt; die Orks hatten zu lange gebraucht.

    Die 4. Midheimsche Rettungsarmee erreichte das Geschehen zu einem wahrlich denkwürdigen Zeitpunkt: Die Orks hatten die Furt erstürmt, nur ein einziger Waffenknecht, aus einer großen Wunde blutend, stand am Ende der Furt an die Klippenwand gelehnt im Knietiefen Wasser - aber er stand,und während ihm seijne Kriegssense langsam aus der Hand glitt begannen die Schwanenritter auf ihren weißen Rössern ihren Ansturm und drängten die Orks in den Pass zurück. Der letzte Bauer der Furt erlag derweil seinen Verletzungen und wurde vom Midstrom stromabwärts seinen Waffenbrüdern hinterher getragen.

    Dieser letzte Krieger, der die Furt bis zum letzten Atemzug verteidigt hatte wurde zu einem Symbol der Hoffnung und ein Wahrzeichen dafür, dass der Midstrom mit allen Mitteln verteidigt werden musste. Bereits am nächsten Tag desertierten einige Waffenknechte der 4. um in die Klippenwand für ewig ein Zeichen dafür zu schlagen, was hier geschah. Wie durch ein  wunder so schien es, legten sie dabei eine Wasserader im Fels frei, die sie zu seiner Wunde machten. Unter der etwa 18 Meter hohen Statue meißelten sie folgende Worte in den Stein:


    Auf ewig wacht der Held über seine Furt
    Nicht die Furt der Fürsten, sonder die seine, die der Bauern
    Und auf ewig fließt sein Blut in den Fluss der ihn sein Leben kostete
    ewig wacht der blutende Krieger
    über die Leben die er unseren Kindern schenkte
    auf das sie kein Feind je erreiche



    Mit diesen Worten wurde Mythos des blutenden Kriegers geschaffen, bis heute eine legendäre Figur unter den Bauern und einfachen Leuten der Menschen des zweiten Volkes. Jedes Kind bekommt seine Geschichte zu hören und obwohl nie ein Barde eine Balade über diesen Bauern schrieb, so ist er auch heute nicht vergessen, was auch daran zu sehen ist das die Furt heute als die Bauernfurt bekannt ist. Auf der einen Seite der Furt liegt heute Tharwalt, auf der anderen die Gegend die als die Salzfelder bekannt ist, der Teil der ehemaligen freien Fürstentümer den die Orks so verwüsteten das dort selbst heute kaum etwas wächst. Die Furt wird heute wenig frequentiert, doch unter dem blutenden Krieger sind stehts Blumen oder andere Dreingaben zu finden und man erzählt sich Geschichten das Nachts nicht nur Wasser aus seiner Wunde, sondern auch aus seinen Augen laufen würde und man ihn in den Wellen trauern hören kann. Jährlich finden sich Bauern der umliegenden Dörfer an der Furt zusammen um Neugeborene zu taufen, auf dass auch ihre Leben unter dem Schutz des blutenden Kriegers stehen.

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