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    Der Nordkontinent und die Trolle

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    Murky
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    Der Nordkontinent und die Trolle

    Beitrag von Murky am Di Nov 28, 2017 3:00 am

    Hoch im Norden erheben sich die Säulen des Weltenrücken aus dem Meer und kündigen von Land das hinter ihnen liegen muss. Nach schwieriger Navigation durch die Säulen erreicht man das Schollenmeer, welches noch schwieriger zu durchqueren ist, bevor schließlich Steilküsten mit gefrorenen Wasserfällen sichtbar werden, über denen riesige, stets mit Schnee bedeckte Tannen stehen. Weltenend tauften die ersten Kaiserlichen Entdecker dieses kalte Land hoch im Norden, Dingaer("Götterpforte") nennen es die Nordmenschen, deren wildeste Stämme auf diesem vereisten Land eine Heimat fanden.

    Doch nebst den wenigen Nordmannstämmen die dieses Land besiedeln ist dieses Land vor allem Geburtsort der Trolle.
    Hier erwachten die ersten von Ihnen aus dem Schlaf in Baum und Berg, mit nur einem klaren Ziel - den Göttern in ihrer Dankbarkeit für das Erwachen große Monumente zu errichten. Die Trolle fanden sich am Fuße des Weltenrücken-Gebirges zusammen und begannen dort vor etwa 1000 Jahren mit dem Bau des größten Monumentes und vielleicht auch des größten Gebäudes aller Zeiten.

    Stein auf Stein, Holz auf Holz erschufen die Trolle eine unglaubliche Festung, es heißt ganze Städte fänden Platz in der großen Haupthalle, der Ehrrdinashall("Halle der Götter zu Ehren") in der 40 Meter hohe Statuen eines jedes Gottes der Trolle und Nordmänner steht. 20000 Kamine umfasst die große Festung und ein stetig brennendes Leuchtfeuer auf dem höchsten Turm brennt stehts um jedem der sucht den Weg zu den heiligsten Hallen zu weisen. Nach genau 1000 Jahren stellten die Trolle die gewaltige Festung fertig und taufen sie Trollhimnar an Dinsfaerst ("Der Herd der Trolle für die Götter der Himmel"), während die Nordmänner sie Jarfingar("Das goldene Feuer") nennen mit Bezug auf das stetig brennende Leuchtfeuer und das stetig brennende Herdfeuer in der großen Haupthalle der Festung. In dieser kommen die Trolle stets zusammen, um über Angelegenheiten zu entscheiden, Richtsspruch zu halten und zu beschließen welcher ihr bester Baumeister sei.

    Die meisten Trolle des Landes sind gut gegen die harsche Kälte gut gewappnet und errichten kleine Siedlungen mit meist nur einer Hand voll Trollen in selbigen. Die Siedlungen sind meist Tempelartige Festungen aus Holz und Stein, die um einen großen Kamin herum errichtet werden. Viele solcher bauten werden mit der Zeit mehr und mehr zu Tempeln umgestaltet, einigen von ihren wird die ehre zu Teil eine Jarrighall("Halle des goldenen Funken") zu werden, Hallen in denen das Feuer des Herdes mit einer Fackel von Jarfingars eigenem, ewigen Feuer entzündet wird. Es kommt nicht selten vor, dass Trolle ihre Siedlungen verlassen um eine neue zu errichten, oder in einer Jarrighall zusammenkommen um dort gemeinsam ihren langen Schlaf zu halten, der grade bei den Trollen Weltenends Jahre dauern kann. So trifft man in den eisigen Weiten auf steinerne Tempelbauten in deren Mitte ein ewiges Feuer mit goldenem Schein in einem Herd brennt, um dem schnarchende Steine und Bäume versammelt stehen.

    Solche Siedlungen werden nie im Norden hinter Jarfingar errichtet, nur ausgewählte Trolle dürfen das Weltenrücken-Gebirge betreten, in dem sie den Torlarn("Der grollende Pass") durchschreiten, der nur durch Jarfingar selbst zu erreichen ist. Einige Kaiserliche Entdecker behaupten Jarfingar sei einzig dazu errichtet worden, den einzigen Pass durch das Weltenrückengebirge zu versperren, da niemand hindurch gelassen werde.
    Tatsächlich leben grade im Weltenrückengebirge schreckliche Biester, selbst die stärksten der Trolle verlassen Jarfingar nicht für das Gebirge, wenn sie den Pass nicht betreten können.

    Doch auch im Rest von Weltenend lauert stetige Gefahr nicht nur durch die Kälte des Wetters oder durch die rücksichtslosen Nordmänner. Wilde Riesen durchstreifen das Land, größer als ihre Midheimer Verwandten und angetrieben nur von einem Willen zu töten sind diese Vorfahren der heutigen Midheimer Riesen den Sagen der Nordmänner nach schon immer hier gewesen, auf der Suche nach dem Weg zu den Göttern des Baumes(den Göttern der Trolle und Nordmenschen) um diese im Auftrag ihrer eigenen Götter zu vernichten. Neben diesen wilden Riesen lauern noch viele weitere Gefahren in den tiefen Wäldern und den schneeigen Böen von Weltenend, gegen die sowohl Trolle als auch Nordmänner ihre Siedlungen absichern müssen.

    Die Nordmänner der Gegend scheinen die Trolle dabei seit jeher als Diener der Götter zu sehen und behandeln sie mit Respekt und begrüßen sie als Freunde in ihre Dörfer. Die beiden Völker leben seit dem Erwachen der Trolle zusammen und teilen ihre Stärken miteinander. Gemeinsam bereiten sie sich darauf vor, dass dieses Land einst eine Pforte zu den Göttern sein wird. Die Nordmenschen Weltenends halten zwar Kontakt mit ihren südlichen Brüdern, sind aber nur selten in der Lage sich ihren Raubzügen anzuschließen. Sie sprechen die selbe Sprache und scheinen positiv zueinander eingestellt sein, auch wenn die Nordmenschen Weltenends wilder und der Natur und den Göttern näher zu sein scheinen und sich lediglich auf diese verlassen, während die südlicheren Stämme der Nordinseln Diplomatie, Krieg und Handel stets nutzen um ihren eigenen Wohlstand zu nähren.

    Als das Kaiserreich Weltenend erreichte und Siedlungen an den Küsten erbaute wurden sie freundlich begrüßt, die Trolle sahen das Kaiserreich nicht als Gefahr, sondern als Wesen mit denen sie die Welt teilen würden. Die Riesen und Bestien hatten entweder einen Jagdinstinkt oder einen heiligen Auftrag zu zerstören, das Kaiserreich versuchte in den Augen der Trolle jedoch bloß in der eisigen Kälte des Nordens zu leben und brachte viel Wissen mit sich. Ein Bündniss wurde geschlossen, dass dem Kaiserreich friedliches Siedeln in abgesteckten Gebieten ermöglichte, im Austausch für Wissen und Geleit nach Midheim. Dieses Bündniss ist wohl der Hauptgrund warum heute die meisten Trolle Midheims im Kaiserreich leben und veranlasste auch viele Nordmenschenstämme sich mit dem Kaiserreich zu Verbünden.

    Das Kaiserreich erreichte Weltenend im Jahre 1587, 213 Jahre vor der Fertigstellung Jarfingars und 787 Jahre nach dem Erwachen der Trolle. Die Existenz der Trolle war zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt, da einige mit den Nordmenschen bereits nach Midheim gekommen waren und sich vor allem bei den Nordmenschen der Nordinseln nieder gelassen hatten, doch im Jahre 1590 errichtete der erste Bautrupp an Trollen der in das Kaiserreich gekommen war den heutigen Kaiserpalast und wurde für seine Dienste vom Kaiser mit einem Wunsch belohnt. Die Trolle wünschten sich das sie und ihre Brüder im Kaiserreich stehts willkommen sein sollten und man den stärksten von Ihnen einen Platz in den Legionen bieten solle - dies war der Beginn der Trollegion, die heute stärkste Einheit des Kaiserreiches gilt.

    Während die Trolle sich im Kaiserreich so durchaus wohl fanden, spalteten sich die Siedlungen des Kaiserreiches in Weltenend, weil der abtrünnige General Corelius Laram sich vom Kaiserreich lossagte und verkündete man hätte sie in dieser kälte zurückgelassen, zwischen Wilden Nordmännern und gefährlichen Bestien. Das Kaiserreich war trotz einiger militärischer Aktionen nicht in der Lage die Ordnung in dieser offiziellen Provinz Weltenend je wieder herzustellen und so ist der Siedlungsbereich des Kaiserreiches bis heute geteilt und umkämpft, während die Macht der von Corelius gegründeten Winterarmee weiter steigt und ihre Siedlungsambitionen mittlerweile die ursprünglichen Grenzen des dem Kaiserreich zugesprochenen Gebietes überschreiten.

    Weltenend ist reich an Bernstein, Erzen und hochwertigem Holz - wenn man in der Lage ist diese Rohstoffe der eisigen Kälte, der gefrorenen Erde und den kalten Winden zu entreißen.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi Nov 21, 2018 7:40 pm